Projekt „Grünes Klassenzimmer“
Ein Schulgarten, der zugleich ein Klassenzimmer ist – gemeinsam gepflegt von Schülern, Lehrkräften und Eltern.
Ziel des Projekts
Wir möchten, dass die Schüler die Natur durch Beobachtung und eigene Arbeit kennenlernen und nicht nur aus Bildern im Lehrbuch. Im Garten sieht man, wie eine Pflanze wächst, woher bestäubende Insekten kommen und was mit Abfällen im Komposter passiert.
Das Projekt lehrt auch Verantwortung. Den Garten gibt es nur, weil sich jede Woche jemand um ihn kümmert.
Für wen
Den Garten nutzen alle Klassen, die Vorschulgruppen und der Hort. Die Pflege der Beete übernehmen die Klassen nacheinander nach Plan, in den Ferien helfen interessierte Familien.
Was es im Garten gibt
- sechs Hochbeete mit Kräutern, Gemüse und Stauden;
- eine Blumenwiese aus heimischen Arten;
- ein Komposter für Grünabfälle und Pflanzenreste aus der Küche;
- ein Platz für Unterricht mit Bänken und Baumstämmen für eine ganze Klasse.
Ein Jahr im Garten
September – Oktober
Ernte und Aufräumen
Wir ernten Gemüse und Samen, graben die Beete um und legen neuen Kompost an.
November – Februar
Planung der Saison
In den Klassen planen wir die Bepflanzung, berechnen die nötigen Samen und die Erde und füttern die Vögel.
März – April
Aussaat und Pflanzen
Wir bereiten die Beete vor, säen Pflanzen aus und erneuern die Blumenwiese.
Mai – Juni
Beobachtungen und erste Ernte
Wir beobachten Insekten und das Pflanzenwachstum. Im Juni erstellen wir den Plan für die Ferienbetreuung.
Juli – August
Ferienbetreuung des Gartens
Den Garten pflegen interessierte Familien nach einem festgelegten Plan.
Der Garten im Unterricht
- Naturwissenschaften und Biologie – Lebenszyklus der Pflanzen, Bestimmen von Arten, Bodenuntersuchung, Beobachtung bestäubender Insekten.
- Mathematik – Vermessen der Beete, Berechnen der nötigen Samen und Erde, Diagramme zum Pflanzenwachstum.
- Kunst – Zeichnen nach der Natur und Fotos, die den Wechsel der Jahreszeiten zeigen.
- Grundstufe – Sinnesübungen, Aussaat, Gießen und einfache Beobachtungen.
- Hort – wöchentliche Gartenarbeit an einem festen Wochentag.
Wer den Garten pflegt
Im Schuljahr hat jede Klasse im Plan ihre Woche und konkrete Aufgaben: Gießen, Jäten und Notieren der Beobachtungen. Der Plan hängt am Eingang zum Garten und im Lehrerzimmer.
Der Garten in Zahlen
Pläne für die nächsten Jahre
Den Garten bauen wir schrittweise aus, je nach Kräften und Möglichkeiten. Auf der Liste stehen:
- Obststräucher entlang des Zauns;
- ein Insektenhotel;
- ein Regenwassertank zum Gießen;
- ein Pfad mit Schildern, die die Pflanzenarten beschreiben.
Wie du mitmachst
Schüler melden sich bei ihrer Klassenlehrkraft oder bei der Projektkoordinatorin. Eltern bitten wir, sich über die Klassenlehrkraft oder den Elternrat zu melden. Am meisten hilft Unterstützung bei der Arbeit im Frühling und beim Gartendienst in den Ferien.
Am Montag laufe ich zuerst nachschauen, was übers Wochenende gewachsen ist. Unsere Radieschen waren schon nach einem Monat fertig.
Die Kästen für die Hochbeete haben wir mit ein paar Eltern an zwei Samstagen gebaut. Jetzt zeigt mir meine Tochter, was ihre Klasse darin gepflanzt hat.
Beata Sowa, Lehrerin für Naturwissenschaften und Biologie – Koordinatorin des Projekts
Wir antworten an Werktagen innerhalb von drei Tagen.
Möchten Sie beim Schulgarten helfen?
Elternrat – wie man sich einbringt